Pferdefoto

Pferdefoto – Tipps für Reiter

Die nachfolgenden Basics zum Thema Foto und Kamera sollen Reitern helfen innerhalb kurzer Zeit ein deutlich besseres Pferdefoto zu machen.

Ein Wort vorweg: Ich bin weder Profi noch ausgebildeter Fotograph und möchte daher nicht vorgeben das eine oder das andere zu sein. Nahezu alles, was ich über das Fotografieren weiß, habe ich mir selbst beigebracht.

Dennoch möchte ich an dieser Stelle in möglichst einfachen Worten Basiswissen zur Fotographie denjenigen vermitteln, die ein besserse Pferdefoto machen möchten. Denn viele nehmen einfach eine Kamera und knipsen drauflos, sind enttäuscht über die Ergebnisse, aber wissen nicht, wo sie Unterstützung bekommen sollen.

Ein klein wenig Theorie ist zwar nötig für das bessere Pferdefoto, aber mit technischen Details muss sich hier keiner unnötig langweilen. Ich habe versucht wirklich praxisrelevante Tipps und Tricks extra für Reiter und Züchter zusammenzufassen. Das Ziel ist es das meiste aus den eigenen Bildern zu machen, aber auch Hilfestellung beim Kamerakauf und Denkanstöße zu der Wahl der richtigen Kamera-Einstellungen zu bieten.

Ich wünsche viel Erfolg beim Umsetzen und allzeit gutes Licht!

Teil 1: Praxistipps für gute Pferdefotos

Inhalt

Auswahl des Umfelds

• Sorgen Sie für ein aufgeräumtes Umfeld (keine Ablenkungen im Hintergrund durch abgestellte Besen, Elektrozaun-Salat, Misthaufen, Gitterboxen, Autos oder ähnlich unschönes Gerümpel). Manchmal reicht schon der Wechsel der Perspektive um wenige Meter, um ein viel harmonischeres Foto zu erhalten. Schauen Sie sich also gründlich um, bevor Sie drauflos knipsen.

• Schaffen Sie bewusst einheitliche Farben im Hintergrund durch Büsche, Bäume, Felder, Mauern oder freie Weidefläche. Für eine optimale Abhebung vom Hintergrund sollte dieser ein gutes Stück (mindestens 5 Meter) vom Pferd entfernt sein.

Veränderung der eigenen Position

Vermeiden Sie es dem Pferd auf dem Foto Ohren, Schweif oder Hufe „abzuschneiden“. Zoomen Sie dennoch für eine größere Detailvielfalt bei Portraits möglichst formatfüllend an den Pferdekopf oder -Körper heran.

• Begegnen Sie dem Pferd für Portraits auf Augenhöhe. Bei kleinen Ponys, Fohlen oder liegenden Pferden muss man dafür schon mal auf die Knie gehen. Aber bitte nicht von oben herab fotografieren!

• Gehen Sie weiter weg vom Pferd! Fast alle Foto-Laien machen den Fehler nicht weit genug vom Pferd wegzugehen. So sind verzerrte Proportionen aber kaum zu vermeiden. Pferdefotos wirken von schräg vorn aufgenommen oft verzerrt, vor allem der Kopf wirkt übermäßig groß. Ein leicht von unten fotografiertes Pferd wirkt größer.

• Reiter fotografiert man am besten von der Seite oder schräg von vorn als aus der vollen Frontalen.

Positionierung des Pferdes

• Die richtige Aufstellung ist für ein Exterieur-Bild absolut wichtig. Das Pferd soll dabei „offen“ zum Betrachter stehen. Die Rückenlinie eines Pferdes verändert sich deutlich je nach Anordnung der Beinpaare, probieren Sie also ruhig ein wenig herum, bevor Sie abdrücken.

• Wählen Sie bewusst die Schokoladenseite eines Pferdes für Portraits! Bei Pferden mit kurzer Mähne wirkt der Hals meist auf der Seite ohne Mähne ansprechender, bei Pferden mit langer Haarpracht kann es durchaus umgekehrt sein.

• Achten Sie darauf, dass Sie das Pferd wirklich genau von der Seite fotografieren, sonst werden Vor- oder Hinterhand deutlicher betont. Manchmal ist dieser Effekt aber auch erwünscht, z.B: Quarter Horses, deren Hinterhand näher zum Fotografen steht, um deren Muskulatur zu betonen. Auch ein etwas langes Pferd kann man optisch kompakter wirken lassen, wenn es im leichten Winkel zum Fotografen hinstellt.

• Bitte nie ein Exterieur-Foto auf abschüssigem Boden aufnehmen. Sollte der unebene Untergrund keine Wahl lassen, sollte das Pferd immer lieber bergauf stehen als bergab.

Ins richtige Licht gerückt

• Versuchen Sie die Sonne (bzw. die Lichtquelle) immer in Ihrem Rücken zu haben. Achten Sie dann aber darauf, dass Ihr Schatten nicht mit auf dem Bild ist. Gegenlicht-Aufnahmen haben zwar ihren Reiz, sind aber nicht ganz einfach und der Laie sollte solche Situationen vermeiden.

• Warten Sie auf das richtige Licht! Bei strahlendem Sonnenschein wirken die frühen Morgenstunden und das späte Abendlicht besonders gut auf Fotos. Die grelle Mittagssonne produziert dagegen deutliche Schlagschatten. Vor allem wenn Reiter Kappen tragen, wird das Gesicht dadurch sehr dunkel. Zu Recht nennt man unter Fotographen die Stunde nach dem Sonnenaufgang und die Stunde vor dem Sonnenuntergang die „Goldene Stunde“.

• Bei mäßigem Licht wirken die Konturen des Pferdes durch das Fehlen der Schatten weicher. Mit hohen ISO-Werten lässt sich die Muskulatur eines Pferdes noch plastischer darstellen.

Hilfspersonen

• Für richtig gute Standbilder und ein tolles Pferdefoto braucht es mindestens eine, besser zwei Hilfspersonen.

• Die Stimmungslage eines Pferdes lässt sich auf Fotos meist deutlich erkennen. Sorgen Sie selbst für die richtige Optik mit einer Hilfsperson, die für den aufmerksamen Blick des Pferdes zuständig ist (durch Rascheln mit einer Tüte, einen aufgespannten Regenschirm, Musik oder Pferdewiehern vom Band).

• Aber Vorsicht: Das Pferd soll auf dem Foto wach und interessiert aussehen, aber nicht ängstlich oder aufgeschreckt. Kleiner Tipp: Mit genügend Abstand zum Pferd sind manche furchteinflößenden Dinge für das Pferd erträglicher und der resultierende Gesichtsausdruck eher von Neugierde als Furcht geprägt.

Gute Verkaufsbilder

• Ein Portrait oder Pferdefoto ohne Halfter oder Trense sind meistens hübscher. Wenn dies nicht umsetzbar ist, sollte ein besonders schickes, gut sitzendes Exemplar gewählt werden. Nichts ist ärgerlicher als ein perfektes Portrait mit schief sitzendem Stirnriemen!

• Beachten sollten Sie außerdem den Untergrund, auf dem das Pferd steht. Weder soll das Pferd im Matsch versinken, noch sollte eine hohe Wiese Hufe und Fesseln verdecken. Ideal ist ein ebenerdiger, fester Untergrund.

• Ein etwas kurzer und dicker Hals kann durch die geschickte Aufstellung mit nach vorn gestrecktem Hals deutlich länger und edler wirken. Der tief angesetzte Hals kann durch eine hohe Aufrichtung optisch minimiert werden.

• Ein heller Hintergrund lässt die Konturen eines dunklen Pferdes klarer hervortreten. Um Schwächen im Exterieur zu kaschieren eignet sich ein dunklerer Hintergrund (z.B. ein Waldrand) besser. Hier fällt eine schwache Rückenlinie dem Betrachter nicht ganz so deutlich ins Auge.

Anleitung zu mehr Kreativität

Detailaufnahmen von Ohren, Nüstern, Augen und (frisierter) Schweifrübe oder Mähne können auch sehr ansprechend wirken. Probieren Sie es einfach einmal aus!

• Der erste Reflex für die Bildkomposition ist das Pferd möglichst mittig zu treffen. Das ist bei Bewegungsbildern oft schon Herausforderung genug! Gerade bei unbewegten Motiven ist es schon mal vorteilhaft das Bild anders anzuordnen, z.B. nach dem goldenen Schnitt. Ein guter Ansatzpunkt ist es bei der Bildkomposition in Blickrichtung des Pferdes Freiraum zu schaffen. Oder ein Spiegelung eines Pferdes in Wasser nicht abzuschneiden.

• Nutzen Sie Unschärfe für sich; durch sogenannte „Mitzieher“, wo Sie die Kamera mit dem Pferd schwenken und dadurch einen unscharfen Hintergrund erhalten, bekommen Sie Dynamik in die Fotos.

Wie treffe ich das Pferd über dem Sprung?

Zur punktgenauen Fokussierung gibt es mehrere Techniken:

• Man kann den Fokus mittels halb gedrücktem Auslöser an der obersten Stange eines Sprungs einstellen und diese Voreinstellung bestehen lassen, bis das Pferd im Bild auftaucht, um dann den Auslöser durchzudrücken. Das hat den Nachteil, dass die Schärfe nicht 100% auf dem Pferd sein wird, sondern eher auf der Stange. Bei einer mäßigen Kameraausrüstung ist dies trotzdem oft die erfolgreichste Methode.

• Eine weitere Möglichkeit ist es die Kamera permanent fokussieren zu lassen, wobei die Kamera ständig auf das Pferd gerichtet ist und die Schärfe im ausgewählten Fokusbereich automatisch angepasst wird, solange der Auslöser halb gedrückt wird. Dafür muss der Autofokus der Kamera schon recht gut sein.

• Wenn die Kamera schnell genug ist, kann es sich anbieten am Sprung eine Serie zu schießen, bei der man entsprechend früh beginnt und gleich auf das Pferd fokussiert. Dabei nimmt man in Kauf, dass das erste Foto noch nicht scharf genug ist und der Autofokus erst beim 2. oder 3. Bild richtig scharf sitzt. (Diese Methode ist beinahe unvermeidbar, wenn der Sprung frontal von vorn aufgenommen wird und so hoch ist, dass das Pferd erst beim Absprung ins Sichtfeld gelangt.)

 

Teil 2: Kaufentscheidung Ausrüstung

Die Wahl der richtigen Kamera

Kompaktkamera

Wer mit einer Handy- oder Kompaktkamera drauflos knipst, der macht es sich in der Regel leicht und gibt sich mit hohen Ausschussquoten zufrieden. Allerdings wird er im Reistportbereich auch schnell an die Grenzen seiner Kamera stoßen. Denn dunkle Reithallen und große Außenplätze bringen die Kamera meist schnell in Verlegenheit und sich bewegende Pferde sind selbst im Sportmodus nur selten scharf abzubilden. Eine Kompaktkamera bietet im Vergleich zur Spiegelreflexkamera, wegen mangelnder Einstellungsmöglichkeiten und technischer Einschränkungen einfach nicht genug Potential für richtig gute Fotos. Da gleicht eher jeder Treffer einem Glücksspiel.

Im Reistportbereich sind Kompaktkameras höchstens noch ausreichend, um Portrait- oder Standbilder zu machen. Sobald Bewegung und schlechte Lichtverhältnisse zusammenkommen, wird auch die beste Kompakte an ihre Grenzen kommen. Meist ist es nicht möglich kürzere Verschlusszeiten manuell einzustellen, die absolut notwendig sind, um Pferde in der Bewegung scharf abzulichten.

Bridgekamera

Die nächstbessere Wahl sind sogenannte Bridgekameras. Diesen Namen tragen sie, weil sie eine Brücke zwischen Kompaktkameras und Spiegelreflexkameras darstellen. Bridgekameras sind zwar größer und schwerer als Kompaktkameras, dafür bieten sie wie eine Spiegelreflex-Kamera vielfältige Möglichkeiten zur Einstellung. Wem eine Kompaktkamera von der Leistung her nicht ausreicht, aber nicht bereit ist in mehrere Objektiven zu investieren, der kann mit einer Bridgekamera glücklich werden.

Eine Bridgekamera reicht zwar von der Leistung her nicht an eine Spiegelreflex heran, reicht jedoch für die Bedürfnisse eines interessierten Laien absolut aus. Die Bridgekamera hat interessante Vorteile gegenüber einer Spiegelreflex: In der Regel sind die Brennweitenbereiche riesig und die Kamera im Verhältnis zur Spiegelreflex noch sehr kompakt. Das ist ideal für den Reisportbereich, denn viel Tele-Bereich (ermöglicht das Heranholen des Motivs) und ergänzend Weitwinkel für die Fotos auf engem Raum (z.B. in der Reithalle), sowie ihr geringes Gewicht sind gute Voraussetzungen für den Einsatz Reitsportbereich. Es wird durch den großen Brennweitenbereich unnötig mehrere Objektive herumzuschleppen. Die Abbildungsleistung ist dabei bereits sehr gut und reicht locker, um auch Verkaufsbilder oder Sportaufnahmen zu machen.

Und nicht zuletzt zeichnet sich eine Bridgekamera durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis aus. Eine Spiegelreflexkamera mit Objektiven in ähnlicher Qualität ist jedenfalls um ein Vielfaches teurer!

Spiegereflexkamera

Wer für sein Pferdefoto größere Ambitionen hat, der wird um eine Spiegelreflexkamera nicht herumkommen. Mit der Verwendung einer digitalen Spiegelreflexkamera steigen die Möglichkeiten der Einstellungen um ein Vielfaches.

Das bedeutet eine höhere Fotoqualität, aber auch reichlich Raum für missglückte Einstellungen und schlechte Resultate. Wer mit einer Spiegelreflex ordentliche Bilder machen möchte, sollte aber auch schon deutlich mehr Fachwissen zum Thema Fotographie mitbringen oder willens sein sich dies anzueignen. Sonst nutzt auch die beste Profi-Ausrüstung nichts, es werden immer wieder Probleme bei der Einschätzung der Lichtverhältnisse auftauchen und in der Folge eine Menge Ausschuss produziert.

Alles Geld der Welt für eine top Ausrüstung kann nicht das Gefühl für den richtigen Moment abzudrücken und eine ansprechende Bildkomposition ersetzen. Die Wahl der richtigen Kamera hat also nicht nur mit dem Budget zu tun, sondern auch damit, wie viel Zeit und Mühe man investieren möchte, um sich mit der neuen Kamera anzufreunden. Es kann bei einer hochkomplexen Spiegelreflex sonst durchaus vorkommen, dass die Bilder deutlich schlechter ausfallen als man sich das vorgestellt hat.

Kleine Abhandlung über den Pixel-Wahn

Seit es Digitalkameras gibt, werden die Bildsensoren bei steigender Pixelanzahl (und damit höherer Datendichte) immer kompakter gestaltet. Die Hersteller laden die Sensoren mit immer mehr Megapixel voll, ohne dass die Fotoresultate davon besser werden.

Um es also gleich vorweg zu nehmen: Entgegen landläufiger Meinung ist eine Kamera mit 8 Megapixel nicht grundsätzlich schlechter als eine mit 16 Megapixel. Mit Blick auf die steigenden Anforderungen bezüglich Speicherplatz und der hinterherhinkenden Weiterentwicklung der restlichen Kamera ist es daher nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv immer höhere Megapixel-Zahlen auf den Markt zu bringen.

Das Problem ist der Verbraucher, der nach dem Kauf ungeachtet echter Qualitätsmerkmale weiterhin mit hohen Pixelzahlen prahlt. Die wahre Schwachstelle bei den Kameras ist meist das wenig beachtete Objektiv. Ein richtig gutes Objektiv kostet nämlich viel Geld und ist für sich allein genommen schon schwerer als eine normale Kompaktkamera. Daher wählen die Hersteller lieber einen hochauflösenden Chip und nutzen ein billiges Objektiv.
Die 16 Megapixel und ein x-facher digitaler Zoom (der die Bildqualität noch reduziert!) verkaufen sich besser, auch wenn sie die Abbildungsqualität nicht positiv beeinflussen.

Jetzt drängt sich geradezu die Frage auf:

Wie viele Megapixel braucht man denn überhaupt?

Zur Beantwortung sollte man sich die Frage stellen, was man mit den Fotos machen möchte. Der Durchschnitts-Nutzer einer Digitalkamera sieht sich seine Bilder am Computermonitor an oder druckt die Fotos in der Größe 10x15cm aus. Ein durchschnittlicher Computermonitor und selbst ein Full–HD Fernseher haben im besten Fall eine Auflösung um 2 Megapixel. Selbst ein Foto aus einer völlig veralteten Kamera kann also auf den besten Bildschirmen unserer Zeit überhaupt nicht so hochauflösend dargestellt werden, wie es aufgenommen wurde.

Wenn man seine Bilder ausdrucken möchte, reichen für Standardabzüge ebenfalls 2 Megapixel für ein top Ergebnis aus. Selbst für einen Ausdruck im Großformat DIN A4 reichen streng genommen 4 Megapixel für eine gute Abbildungsleistung. Und jetzt mal ehrlich, wie oft fertigen Sie so großformatige Abzüge Ihrer Fotos an?

Der einzige Vorteil eines Fotos mit einer höheren Auflösung ist, dass man auch eine Ausschnitts-Vergrößerung ausdrucken kann, ohne Qualitätseinbußen zu haben. Da ist ein wenig Pixel-Reserve also doch sinnvoll. Das setzt aber voraus, dass der Nutzer mit einem Fotobearbeitungs-Programm umgehen kann.

Der Fotograf ist wichtiger als die Kamera

Ich bin ich davon überzeugt: Auch eine richtig gute Kamera kann nicht das Gefühl für ein gutes Foto ersetzen!

Eine tolle Ausstattung wird in den falschen Händen mindestens genauso viel Ausschuss produzieren wie eine kleine Kompakte – wenn nicht mehr!

Ich erlebe das immer wieder, wenn ich meine Profi-Kamera jemand anderes in die Hand drücke (wohlgemerkt bereits zu 100% voreingestellt!) und darum bitte ein paar Fotos zu machen. Da kommen nie mehr als ein paar Schnappschüsse bei raus, wenn derjenige nicht sehr viel Gefühl für die richtige Bildkomposition hat.

Sehr eindrucksvoll unterstreicht diese Meinung der folgende Blogbeitrag über einen Kamera-Vergleich mit Fotobeispielen, der Laien staunen lässt!

Die Wahl des richtigen Objektivs

Welches Objektiv benötigt wird, hängt mit dem Einsatzgebiet zusammen. Man sagt generell mit einer Festbrennweite von 35, 85 und 200mm ist man für alle Bereiche der Fotographie gut gerüstet.

Gerade für die Fotographie von Pferden empfiehlt sich jedoch ein Zoom-Objektiv, da man hier flexibler ist und für die Bildgestaltung nicht ständig seinen Standpunkt verlassen oder gar das Pferd umstellen muss.

Generell unterscheidet man zwischen:
• Weitwinkelobjektiv (Brennweite unter 50mm)
• Portraitobjektiv (Brennweite 80-100mm)
• Standardobjektiv (Brennweite 135-200mm)
• (Super-)Teleobjektiv (Brennweite ab 200mm)

Was braucht man im Reitsport?

Für den Reitsport macht es im Außenbereich Sinn viel Telebereich einzuplanen. Wenn Pferde auf großen Flächen (z.B. Weide oder Turnierplatz) abgelichtet werden sollen. Ein Objektiv mit mindestens 135mm Brennweite verkürzt dem Fotographen ungemein die Wegstecken.

Was auf freier Fläche positiv ist, wird bei beengten Verhältnissen zur Schwäche. Für Portrait- oder Exterieur-Aufnahmen im Stallumfeld stellt sich das Problem, das Teleobjektive zum Ranholen des Motivs gedacht sind und damit das Pferd gar nicht ganz auf den Bildschirm passt, wenn man nicht viele Meter Abstand hält.

In der 20×40 Meter Reithalle ist die Distanz zum Pferd außerdem so gering, dass ein Pferd samt Reiter nicht auf den Bildschirm passt. Hier sind Bereiche zwischen 50-70mm Brennweite besser geeignet. Wer in den starken Weitwinkelbereich geht, riskiert verzerrte Bilder mit riesigen Pferdeköpfen, vor allem bei Frontalaufnahmen. Das wirkt äußerst unschön.

Als Richtwert erläutere ich nachfolgend:

Meine Erfahrungen mit meinen bisherigen Objektiven

Nachfolgend eine Auflistung der Objektive, die ich bereits für ein Pferdefoto verwendet habe und was mein Eindruck war.

Canon 50mm 1,4 USM (ca. 350€): Die Festbrennweite

Sehr lichtstark und ideal für Exterieur-Aufnahmen von Pferden bei beengten Verhältnissen, für Portraits von Hunden und Menschen würde ich mir allerdings eher eine 85mm Brennweite für mehr Abstand wünschen.

Canon 15-85mm IS USM 3,5-5,6 (ca. 680€): Das Universelle

Für den Nahbereich vor allem in Sachen Schärfe und Lichtstärke gut, bei einem wirklich ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis.

Canon 28-135mm 3,5-5,6 IS USM (ca. 430€): Das Lichtschwache

Als Allrounder angeschafft war ich von der Lichtstärke des Objektivs im Telebereich enttäuscht. Keine Schlechtwetter-Linse und somit für Hallenaufnahmen (wofür das Objektiv eigentlich gedacht war) nur bedingt geeignet.

Canon 70-200mm 2,8 IS USM II L-Serie (ca. 2.000€): Das Lichtstarke

Im Außenbereich vielfältig einsetzbar (Fohlenschau, Hengstpräsentationen, 20×60 Meter Dressurplatz, mittelgroße Turnierplätze), seine ganze Stärke spielt es aber bei Schmuddelwetter und Hallenaufnahmen aus – da kann keins der anderen Objektive mithalten!

Canon 70-300 4-5,6 IS USM (ca. 460€): Der Allrounder

Größtmöglicher Brennweitenbereich abgedeckt bei ausreichend Lichtstärke für Aufnahmen im Hallenbereich. Mit diesem Objektiv als „Immerdrauf“ für diverse Veranstaltungen war ich lange Zeit sehr glücklich. (Unter Anderem problemloser Einsatz in der Dortmunder Westfalenhalle und diversen großen Turnierplätzen)

Canon 100-400mm 4,5-5,6 IS USM L-Serie (ca. 1.500€): Das Super-Tele

Für große Distanzen unverzichtbar und damit in der grünen Saison oder auf großen Weiden besonders beliebt (Einsatzgebiet zumeist Turniersport Springen und Vielseitigkeit). Allerdings bei Schönwetter besser aufgehoben und dafür verhältnismäßig teuer.

Ein Wort zur Qualität des Objektivs

Woran erkennt man Qualität?

Man kann für den Laien sagen: In erster Linie am Preis. Wichtig zur Einschätzung sind ebenfalls die Blendenwerte. Die größte Lichtempfindlichkeit wird mit der kleinsten Blende angegeben. Also z.B. beim Canon EF 70-300mm mit folgendem Wert: 1:4-5,6. Dies bedeutet eine maximale Blendenöffnung von 4, die sich in Abhängigkeit zur Brennweite verändert, also Blende 4 bei 70mm und 5,6 bei 300mm.

Generell gilt: Man kriegt was man zahlt. Ein gutes Objektiv hat seinen Preis und ein mittelmäßiges Objektiv ist immer ein Kompromiss. Das Objektiv ist aber eine Investition, bei der man nicht sparen sollte, denn hier entscheidet sich maßgeblich die produzierte Bildqualität.

Also im Zweifelsfall bei begrenztem Budget lieber die günstigere Kamera und das teurere Objektiv wählen! Aufrüsten kann man bei der Kamera später noch und der Preisverfall von älteren Modellen ist hier deutlich ausgeprägter als bei den Objektiven.

Daher kann ich vor Billig-Objektiven nur warnen, denn: Die Ansprüche an die Fotoqualität wird mit zunehmendem Interesse an der Fotographie steigen und dann ist das Beste gerade gut genug!

Allerdings hat man im Pferdesport den Vorteil, dass es sich meist um bewegte Motive handelt. Die nimmt man mit kurzen Verschlusszeiten auf und ein teurer Bildstabilisator ist somit nicht unbedingt nötig. Wer des Weiteren ohnehin nur bei Schönwetter die Kamera für ein Pferdefoto zückt, wird mit deutlich preisgünstigeren Objektiven und schlechteren Blendenwerten glücklich werden können.

Foto-Bearbeitung

Von ein paar Basics abgesehen (wie Zuschnitt und Bildausrichtung, sowie die Optimierung von Schärfe, Farben und Kontrast), werden nur die wenigsten Hobby-Fotographen ihr Wissen hier vertiefen müssen. Es gibt eine Vielzahl an nützlichen Programmen für die genannten Funktionen als Freeware (= kostenlos) im Internet. Ich nutze selbst die Programme RAW-Therapy und Gimp für die Basics.

Da ich Bildbearbeitung aber nur sehr restriktiv einsetze und andere davon sicher mehr verstehen, kann ich an dieser Stelle nur diverse Workshops bei Youtube empfehlen (z.B. für Spielereien wie die Freistellung eines Motivs). Es gibt nichts, was dort nicht mit einer Schritt-für-Schritt Anleitung erklärt wäre. Damit holt man das letzte bisschen aus dem guten Pferdefoto raus!

Sinnvolles Zubehör

Neben Body, Objektiv und einer vernünftigen Tragetasche für die Ausrüstung bietet der Markt reichlich mehr oder weniger sinnvolles Zubehör an. Als Hilfestellung für den Laien soll hier dargestellt werden, über welche Anschaffung man nachdenken sollte.

Filter

Kritiker werden anmerken, dass jeder Filter vor dem Objektiv ein Verlust an Licht und somit Bildqualität darstellt. Das ist richtig, aber wer sein (teures!) Objektiv im Stall und auf Reitplätzen einsetzt, wird schnell feststellen, dass das hohe Staubaufkommen oder auch Spritzwasser dem Objektiv zusetzen können. So weit sollte man es am besten gar nicht erst kommen lassen. Die einzigen Filter, die als reiner Schutzfilter Sinn machen sind ein UV-Filter oder Sklylight-Filter.

Streulichtblende (auch als Gegenlichtblende bezeichnet)

Eine Streulichtblende verhindert den seitlichen Einfall von Licht auf die Linse, was Reflexionen auf dem Bild reduziert und für ein kontrastreicheres Foto sorgt. Die Anschaffung ist nützlich, um seitlich einfallendes Licht abzuschwächen und wirkt als zusätzlicher Schutz für die Linse, insbesondere bei Regen oder Schneefall.

Stativ

Stative sind bei Makroaufnahmen und anderen Einsatzgebieten Standard. Dagegen macht es im Reitsportbereich meist wenig Sinn ein Stativ mitzuschleppen. Zum einen ist es unnötiger Balast, zum anderen sind die Verschlusszeiten bei bewegten Motiven im Reitsport ohnehin so niedrig, dass das Fotografieren aus der Hand problemlos möglich ist und selbst einen Bildstabilisator unnötig macht.

Lediglich ein Einbeinstativ kann bei schweren Objektiven oder schlechten Lichtverhältnissen in der Halle als Ergänzung sinnvoll sein. Dies vor allem, wenn man ohnehin nicht vor hat sich viel zu bewegen.

Teil 3: Die richtigen Einstellungen an der digitalen Spiegelreflex-Kamera

Nun soll es mit den Basics zur Nutzung einer digitalen Spiegelreflex weitergehen. Denn erst wer die Funktionen kennt, kann die Qualität der Kamera richtig ausnutzen! Ein gutes Pferdefoto erhält man nicht ohne ein wenig Knowhow.

Welche Einstellung an der Kamera vornehmen?

Für die allermeisten Pferdefoto Situationen reicht die Wahl zwischen der Blendenpriorität (AV Modus) und der Zeitenpriorität (TV Modus).
Die Kurzfassung zur Erklärung lautet: Mit der Blende bestimme ich, wie viel Licht für ein Foto zur Verfügung steht und mit der Verschlusszeit bestimme ich die Dauer der Belichtung. Die genannte Teilautomatik der Kamera bedeutet, dass man den einen Wert manuell festlegt und die Kamera automatisch anhand von diesem Wert und dem vorhandenen Licht einen passenden Gegenwert wählt.

In der Sportfotografie, bzw. überall wo sich Pferde schnell bewegen, sind kurze Verschlusszeiten absolut notwendig, um scharfe Bilder zu erhalten. Die kurzen Verschlusszeiten erlauben auch das Fotografieren aus freier Hand (ohne Stativ) trotz großem Teleobjektiv.

Qual der Wahl zwischen Blenden- und Zeitenpriorität

Welche der beiden Einstellungen für das jeweilige Foto Sinn macht, muss individuell entschieden werden. In einer vergleichsweise dunklen Reithalle kann man die minimal erforderliche Verschlusszeit einstellen (Praxistipp: mindestens 1/200), um beispielsweise ein trabendes Pferd noch halbwegs scharf abzulichten. Die Blende wird dann automatisch angepasst und wäre bei schlechten Lichtverhältnissen maximal geöffnet.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sehr viele Fotographen die Blendenpriorität als Standard-Einstellung bevorzugen. Ich handhabe es im Reit-SPORT eher andersherum. Sobald es um Pferde in Bewegung geht, wähle ich eigentlich lieber die Zeitenpriorität für ein gutes Pferdefoto.

Warum nicht andersherum?

Ganz einfach: Bei einer mit der Zeitenpriorität vordefinierten hohen Verschlusszeit (z.B. 1/500) und wenig Licht (bzw. nicht ausreichend großer Blende), ist das Resultat in der Regel zwar ein dunkles, aber bedeutend schärferes Bild. Die entstehende Dunkelheit kann ich zum Teil über den ISO-Wert (oder Bildbearbeitungsprogramme) noch auffangen und riskiere damit allenfalls Bildrauschen.

Mir ist dies aber bedeutend lieber, als ein von vorneherein vollkommen unscharfes Bild aus der Blendenpriorität, weil die Belichtungszeit für den Reitsport vorhersehbar viel zu lang ist (z.B. 1/100). An einem solchen Pferdefoto lässt sich nichts mehr retten, auch wenn es angemessen hell ausfällt.

Bei Portraits und Standbildern setze ich dagegen aus ästhetischen Gründen vermehrt die Blendenpriorität ein und hier zumeist die Offenblende (also die niedrigste mögliche Blendenzahl). Hiermit lassen sich besonders schöne Effekte durch geringe Schärfentiefe erzeugen. Das heißt der Hintergrund wird unscharf (sogenanntes Bokeh) und nur das Hauptmotiv wird scharf dargestellt. Insbesondere bei Portraits lenkt durch diesen Effekt der womöglich unruhige Hintergrund nicht vom eigentlichen Motiv ab.

Wie niedrig die Blendenwerte sein können, bestimmt die Lichtstärke des Objektivs. Blendenwerte von 2,8 und besser (= niedriger) wollen entsprechend bezahlt werden. Objektive mit solchen Blendenöffnungen gehören zur Profiausrüstung und kosten dementsprechend viel. Mit einer Blende von 4 oder 5 ist das einstrahlende Licht für ordentliche Aufnahmen in der Halle gerade gut genug. Das Resultat in sehr dunklen Hallen ist dann Bewegungsunschärfe.

ISO- Werte

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit einer Kamera (bzw. zu analogen Zeiten die Lichtempfindlichkeit des Films). Je höher der ISO–Wert ist, desto besser sind die Ergebnisse bei schlechtem Licht und/ oder bei sehr kurzen Verschlusszeiten.

Das klingt erst einmal positiv. Leider wird dieser aufhellende Effekt durch sogenanntes Bildrauschen begleitet, das die Detailschärfe beeinträchtigt und im Extremfall wie Nebel auf dem Foto wirkt. In der Praxis wählt man daher zum Fotografieren grundsätzlich die niedrigste mögliche ISO-Zahl für ein bestmögliches Abbildungsergebnis.

Der richtige ISO-Wert schwankt je nach Qualität von Kamera bzw. Objektiv erheblich. Eine verhältnismäßig dunkle Reithalle kann daher äußerst unterschiedliche ISO-Werte notwendig machen. Bei einem hohem ISO-Wert (über 800) kann bei einer qualitativ begrenzten Kompaktkamera vor lauter rauschen kaum noch etwas vom Pferd auszumachen sein.

Der maximal mögliche ISO-Wert der Kamera deutet meist schon darauf hin wie hoch die Abbildungsleistung im hohen ISO-Bereich noch ist. Je niedriger der maximale Wert (z.B. 800), desto geringer können die Erwartungen an das Ergebnis sein. Bridgekameras haben meist ISO-Werte bis 1600 oder 3200.

Weißabgleich

Der Weißabgleich bestimmt die Farbtemperatur eines Fotos. Je nach Lichteinfall und Art des Lichts (Kunstlicht oder Sonnenlicht) muss der Weißabgleich angepasst werden. Dies geschieht bei Tageslicht in der Regel relativ zuverlässig automatisch durch die Kamera.

Bei unerwünschten Abweichungen des Fotos zur Realität oder wenn bestimmte Effekte gewünscht sind (z.B. bläulich-kalter oder gelblich-warmer Schimmer), sollte man wissen, welche Werte man anpassen muss. Wenn die Farben zu kalt erscheinen, hilft es die Lichtwerte zu korrigieren (Bildstil anpassen oder Weißabgleich manuell durchführen bzw. automatisch nach oben oder unten korrigieren).

Manche Hersteller sind dafür bekannt Abweichungen zu produzieren, Nikon z.B. bringt sattere Farben mit, während bei Canon die Farben oft kühler wirken.

Praxistipps rund um die richtigen Einstellungen & technische Feinheiten beim Pferdefoto:

• Haben Sie das gewusst? Beim Standbild ist die Schärfe im Idealfall am Pferdeauge, bei Bewegungsbildern meist eher beim Pferdekörper (Frontalaufnahme: Kopf, seitliche Aufnahme: Widerrist).

Verabschieden Sie sich vom Sportmodus! Dieser produziert bei den allermeisten Kameras im Pferdesportbereich nur verwackelte, mäßige Bilder. Im Trab benötigen Sie Auslösezeiten von mindestens 1/200 Sekunde, im Galopp mindestens 1/250 Sek. und über dem Sprung ab 1/320 Sek. um überhaupt scharfe Bilder erhalten zu können. Wenn das Licht es hergibt, kann man aber ruhig deutlich kürzere Verschlusszeiten wählen.

Lassen Sie den Blitz zu Hause! Weder bei Sportveranstaltungen noch für Portraitaufnahmen im Innenbereich habe ich je einen Blitz genutzt. Bei den meisten professionellen Veranstaltungen wird für reichlich Licht für die Zuschauer gesorgt. Wenn IHre Kamera mit den Lichtverhältnissen nicht fertig wird, hilft auch kein Blitz mehr!

• Die Farbe des Pferdes hat einen Einfluss auf die Wahl des richtigen ISO-Wertes. Ein dunkles Pferd verlangt bei gleichen Lichtverhältnissen eine höhere ISO-Zahl zur detailgetreuen Abbildung als ein Schimmel. Nimmt man eine hohe ISO-Zahl für einen Schimmel, wirkt dieser schnell überstrahlt, das heißt es sind keine Fellstrukturen mehr erkennbar, sondern nur ein heller Fleck. Am einfachsten hat es die Kamera mit einem schönen Holsteiner Braun.

• Bei Bewegungsbildern lässt sich ein perfektes einfrieren der Bewegung im Galopp ab Verschlusszeiten von 1/500 Sekunden erreichen. Ein kleiner Rest Bewegungsunschärfe kann aber auch sehr ansprechend wirken.

• Für Bewegungsbilder unbedingt die Serienbild-Funktion (AL Servo) anschalten. Das sorgt für eine schnellere Abfolge der Bilder.

Nutzen Sie als Laie ganz zu Beginn die Motiv-Programme (z.B. „Schnee“ für eine Winteridylle)! Als Lerneffekt betrachten Sie sich dann am PC das fertige Foto mitsamt der Aufnahmeeigenschaften. (Rechtsklick auf dem Bild, „Eigenschaften“ ganz unten auswählen und Daten ansehen.) Nun können Sie bei ähnlichen Lichtverhältnissen mit diesen Voreinstellungen selbst loslegen!

Fazit

Ich hoffe ich konnte ein paar Anregungen geben für ein tolles Pferdefoto.

Weiter mit einem ähnlichen Thema: Die Sache mit der Größe – Kleine Pferde im großen Sport

Veröffentlicht von

Iris Wenzel

Erfolg mit dem Pferd, ohne auf Kosten des Pferdes zu arbeiten - geht das? Natürlich. Wissen ebnet den Weg dorthin. Iris Wenzel züchtet Springpferde für die Sportpferdezucht auf Basis von viel Vollblut, ist Fachbuchautorin und betreibt den Hippothesen Blog aus Freude an Texten, Fotografie und der Liebe zu den Pferden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.